Nikolai Vogel - performance-art, Performance-Kunst

NIKOLAI VOGEL - Performance Art Performance Kunst

A selection of my performance art appearances. For English version click here.
Eine Auswahl meiner Performance-Auftritte.
 

ANGST, SAURIER (2020)

Nikolai Vogel - Angst, Saurier
Standbilder aus den Videos © by Nikolai Vogel

Nikolai Vogel: »Angst, Saurier«. Ein Endzeit-Roman als Kammerspiel. Angst und Beklemmung. Dieser Roman ist noch nicht publiziert. Nikolai Vogel performte ihn aus seiner Wohnung. Aus einer anderen Art der Quarantäne im Jahr 2020. 40 Tage am Stück. Vom 18.03. bis 26.04.2020 nahm er täglich eine Folge auf - und stellte sie auf seinen YouTube-Channel.
Mehr und zu den Folgen.
 
 

DIE ABWICKLUNG DES ANALOGEN ZEITALTERS (2015)

»Weltraum 2/7«, Rathausgalerie München, 2015
Performance-Video-Mitschnitt auf meinem YouTube-Channel hier: https://youtu.be/fqd9Oxf4y3w 

Nikolai Vogel - Die Abwicklung des analogen Zeitalters
Photos © by Eltorn

Eine große Tonbandspule mit aufgewickeltem Band wird an einer Schnur wie ein waagrechter Teller in die Höhe des Raums gezogen. Die Unterseite der Spule wurde entfernt, das aufgewickelte Band ist frei sichtbar. Sein Anfang löst sich, das Band spult sich ab, Runde um Runde, Meter um Meter, Hunderte Meter ... wie eine sich entrollende Luftschlange in Zeitlupe: eine elegant kreisende Bewegung, faszinierend, unaufhaltsam, von der Schwerkraft wie von der Zeit gezogen. Das Band beginnt sich am Boden aufzuhäufen: Unordnung, Zustand der Auflösung, Entropie. Die Abwicklung des analogen Zeitalters.

Parallel dazu eine laute Redeperformance: »Das Hintergrundrauschen des Alls ist analog. Der Weltraum? Ist der Weltraum analog? Oder doch nur die 0 und die 1 überall. Das eine oder das andere. So ganz ohne Zwischenschritte. Die Zwischenschritte machen das Analoge ja aus. Eben nicht nur Ja oder Nein, keine nur zweiwertige Logik. Eher die Kreisbewegung als der Schalter. Die sich drehenden Räder. Abtastmaschinen. Berge und Täler. Und die Drehscheibe beim Telefon. Wo man in jede Zahl einen Finger stecken konnte. Die Abzählverse ...«
 
 

DIE ABWICKLUNG DES ANALOGEN ZEITALTERS (compact version) (2018)

Kitchen Exhibition, München 2015
Performance-Video-Mitschnitt auf meinem YouTube-Channel hier: https://youtu.be/fqd9Oxf4y3w 

Nikolai Vogel - Die Abwicklung des analogen Zeitalters (compact version)
Photos © by Eltorn

Eine neue Version in kleiner Dimension meiner Performance "Die Abwicklung des analogen Zeitalters" als Eröffnung zu meiner Ausstellung in der Kitchen Exhibition bei Elisabeth Pilhofer in einer Wohnung in München-Sendling, 5. März 2018.
 
 

AUFWÄRTS ABWÄRTS / ABWÄRTS AUFWÄRTS (2015)

St. Christoph am Arlberg, Österreich 2015

»Bergwärts 2015«, eine »Wander-Ausstellung«, 2. Kulinarik und Kunst Festival St. Anton am Arlberg, Gruppenausstellung, St. Christoph am Arlberg, Österreich, 2015. Kuratiert von section.a, Wien. Performance von Nikolai Vogel mit Schildern von Silke Markefka: »aufwärts abwärts / abwärts aufwärts«. Die Besucher!nnen der Wanderausstellung bekamen am Startpunkt Schilder ausgehändigt, die sie den Berg hochtrugen. Oben angekommen wurden sie geordnet aufgestellt und zu Teilnehmern einer Performance:

Nikolai Vogel - aufwärts abwärts / abwärts aufwärts
Photos © by Eltorn

»Sie, meine lieben Schildträger und Schildträgerinnen, haben jetzt eine verantwortungsvolle Aufgabe, für die ich Ihre ganze Konzentration brauche. Jedes Mal, wenn es in meiner Ansprache hinauf geht, oder nach oben, bergauf, eine Steigung, dann drehen Sie Ihr Schild so, dass der schwarze Strich nach vorne zeigt. Drehen! Ja, genau, so! Und immer, wenn es hinunter geht, bergab, abwärts, dann drehen Sie bitte den roten Strich nach vorne, damit wir es sehen, das Gefälle. Ja, genau so, vielen Dank! Das funktioniert schon mal gut, also legen wir los! ...«
 
 

DATA RAILS: NO SECRETS ALLOWED (2014)

Kunst im Bau, ehemalige Betriebswerkstätten der Isartalbahn, München, 2014

»Zwei Stränge aus digitalen Backup-Bändern durch den Raum in die Luft gespannt. Eine Erscheinung, massiv wie aus Metallstangen oder hauchdünn, fast verschwindend, fragil. Vorherbestimmung, Kontrolle, abrupte Enden. Ziele in verschiedenen Richtungen, die Freiheit als unbekannter Raum, Versprechen, Geheimnis, Rätsel — eine fortwährende Suche.«

Nikolai Vogel - Data Rails
Photos © by Nikolai Vogel / VG Bild-Kunst

Bevor diese einstigen Eisenbahn-Werkstätten renoviert und umgebaut werden, wird die große Halle von Nikolai Vogels Installation quasi ausgeixt: Ein großes X ist in den Raum gespannt - zumindest wirkt das auf die Betrachter so, wenn sie eintreten. Gehen sie jedoch seitlich weiter, wird die Mitte dieses X unsichtbar, als hätte sie sich aufgelöst ... Die Installation wirkt mal massiv, mal flüchtig, seltsam schwebend. Die Perspektiven verschieben sich je nach Standpunkt der Betrachter dauernd ... Eine Installation für die Ausstellung »bahnen - zwischen wallfahrtskirche und zoo«, Kunst im Bau in den ehemaligen Betriebswerkstätten der Isartalbahn. Digitales Backup-Tape (Data Cartridge, 2 Stück), Nägel, Angelschnur, ca. 15 x 7 x 6 Meter. Zum Ende der Ausstellung performte Nikolai Vogel den Abbau mit einem Kassettenrekorder, Licht, Schatten und Dunkelheit:

»Der Raum jetzt wie ausgeixt. Eine Art großes X hindurch. Funktion aufgehoben. Wie die Zeichen auf Baumstämmen, bevor die Holzfäller kommen. Und die Wände hier, wie alte verwitterte Rinden. Die Zeit bröselt runter. Und doch scheint sie hier anders zu vergehen. Betriebsaufgabe. Der Raum ist noch da.« Aus der Performance zum Ausstellungsende: »closing down / Betriebsaufgabe«.
 
 

DIE ERSTE MÜNCHNER SEE-TRIENNALE FÜR PERFORMANCE-KUNST (2012)

»Three Letter Words«, Olympiasee im Olympiapark, München 2012

Nikolai Vogel - Three Letter Words auf der Ersten Münchner See-Triennale für Performance-Kunst
Photos © by Eltorn

Eine Formation aus drei Ruderbooten, auf denen jeweils ein großer Buchstabe auf Flipchart-Papier über den See bewegt wird. Die Boote bewegen sich über den ganzen See verteilt, verändern dabei immer wieder ihre Position und kommen allmählich in die richtige Reihenfolge: »ICH«. Dann werden die Blätter abgezogen und unter ihnen kommen weitere, mit neuen Buchstaben, zum Vorschein — die Boote suchen sich wieder so zu formieren, dass das entstehende kurze Wort lesbar wird: »ALS« ... Desgleichen mit anderen Dreibuchstabenwörtern: »SEE«, »WIE«, »ALL«, die das Publikum anregen, eigene Bezüge zur Umgebung herzustellen und über ihre ganz spezifischen Eigenheiten, ihre Geschichte, ihre Funktion nachzudenken. Der Blick und die Interpretation werden durch diese kurzen schlaglichtartigen Wörter aus dem gewohnten und erwarteten Zusammenhang gerissen und angehalten Vergleiche anzustellen. Wieso steht auf dem See »ICH«? Was meint das »WIE«? Wie verändert sich der See, wenn er Buchstaben trägt, die ihn als »SEE« benennen, oder ihn und den Hintergrund als »ALL« labeln? Die vertraute oder als touristische Attraktion besuchte Parklandschaft wirkt plötzlich abstrakt und beispielhaft.

Die See-Triennale wurde von Nikolai Vogel entworfen und kuratiert. Er lud acht Künstler!nnen dazu. — Mit dem Projekt gewann er im Wettbewerb »Let's perform — Kunst im öffentlichen Raum« des Kulturreferats der Landeshauptstadt München 2012. Mehr zur See-Triennale.
 
 

DATA EXPLOSION (2010 - )

Eine Performance, die von Version zu Version in Variationen weiterentwickelt wird. Auftritte u.a. Lyrik Kabinett München, KP-Projects, München Kunstpavillon im Alten Botanischen Garten ...

Nikolai Vogel - Data Explosion
Photos © by Eltorn

»Kosmos komprimiert, all die Daten, es wird hell, es wird heller, ich erkenne nichts, ich mache keinen Unterschied, heller, blendend, das Weiß kippt ins Schwarz, you're wearing sunglasses in my exhibition — nobody is wearing sunglasses in my exhibition! Und mein Terabyte ist voller als Deins!« (aus: Data Explosion V. alpha 1.1)
 
 

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Photo top © by Toby Binder